FONDSAUSWAHL

Die Auswahl der richtigen Fonds ist für Laien kein leichtes Unterfangen

 

Gute und schlechte Fonds

Prinzipiell gibt es keine "guten" oder "schlechten" Fonds - auch wenn manche Anleger, deren Fonds in der jüngeren Vergangenheit geringe Erträge eingebracht haben, das manchmal so empfinden mögen. In Wahrheit hat jeder Fonds seine Stärken und Schwächen und dementsprechend seine Daseinsberechtigung. Je nach enthaltener Wertpapiere weisen unterschiedliche Fonds auch unterschiedliche Risiko- / Ertragsprofile auf. Statistisch gesehen können Fondsmanager nicht vorhersagen, welche Wertpapiere gekauft und welche besser nicht gekauft werden sollen.

 

Auswahl der Fonds

Entscheidend für den finanziellen Erfolg ist die richtige Auswahl und Zusammenstellung der Fonds. Bei der Auswahl achten wir u.a. darauf, Kosten zu reduzieren, solange dies nicht zu Lasten des Risikos geht, oder dass Risikobausteine nicht redundant bzw. doppelt vorkommen. Nicht jeder Fonds eignet sich dazu, ein gewisses Risiko-/ Ertragsprofil abzubilden, auch wenn die aktuelle Risikoeinstufung (SRRI) dies vermuten lässt. Hierbei ist auch die laufende Kontrolle entscheidend, denn das Risiko eines Fonds, die Ausrichtung, sowie der Investmentfokus ändern sich im Zeitverlauf. Ebenso kann die Versicherungsgesellschaft ihre Fondspalette erweitern, wodurch die Abbildung des Risikos durch Auswahl eines anderen Fonds verbessert werden kann.

 

Portfoliomanagement

Die richtige Zusammenstellung von Wertpapieren unter finanzwirtschaftlichen und mathematischen Aspekten nennt man "Portfoliomanagement". Somit kann ein Fonds als ein Portfolio aus einzelnen Wertpapieren bezeichnet werden, genauso wie eine übergeordnete Zusammenstellung aus Fonds als Portfolio gilt. Wir haben uns auf letzteres spezialisiert, da das Fondsmanagement der Investmentgesellschaft die Auswahl der Einzeltitel übernimmt. Bei der Zusammenstellung, bzw. der Kombination, muss darauf geachtet werden, dass Risiken nicht aufsummiert, sondern diversifiziert werden. ISAAC erstellt Portfolien, die dem gewünschten Risiko entsprechen, und gleichzeitig ein optimiertes Rendite-Risiko Verhältnis bieten. Das bedeutet, dass ISAAC darauf spezialisiert ist, nur jenes Risiko einzugehen, welches für die gewählte Risikoklasse/ Risikoeinstufung unbedingt notwendig ist.

 

Das Risiko eines Fonds wird häufig mit dem sogenannten SRRI (Synthetischer Risiko- und Ertragsindikator) angegeben. Hier gibt es jedoch gravierende Unterschiede zwischen Produkten mit der gleichen Risikoeinstufung! So ist es zum Beispiel durchaus möglich, dass ein Portfolio mit einem SRRI von 6 eine jährlich langfristig zu erwartende Rendite von 6,5%, aber ein ähnliches Portfolio mit einem SRRI von 6 eine jährlich langfristig zu erwartende Rendite von nur 2,5% bringt. Umgekehrt müsste, um eine Rendite von 2,5% zu erwirtschaften, vielleicht auch nur ein Risiko gemessen am SRRI von 3 eingegangen werden.

 

ISAAC ist auf diese Optimierung, welche sich laufend ändert und stets angepasst werden muss, spezialisiert. 

Arten von Fonds

 Fonds zeigen sich in vielen verschiedenen Formen: Aktienfonds, Anleihenfonds, Mischfonds,  Immobilienfonds, Geldmarktfonds oder auch Rohstofffonds. Daneben existieren auch Spezialfonds wie Hedgefonds, Managed Future Fonds oder ähnliche.

 

Grundsätzlich unterliegen Fonds strengen gesetzlichen Vorschriften zur Streuung von Risiken und Rechnungslegung, dennoch unterscheiden sich die verschiedenen Fondsarten teiweise gravierend voneinander. Wir wollen hier auf ein paar näher eingehen.

 

Aktienfonds

Bei dieser Fondsart wird Ihr Kapital in börsengehandelte Aktien von Unternehmen investiert. Sie gelten grundsätzlich als riskanter - aber auch ertragreicher - als andere Fondsarten. Aber auch diese Aussage lässt sich nicht pauschalisieren, gibt es doch auch hier Unterschiede. Man unterscheidet zwischen weniger riskanten, traditionellen Unternehmen und sehr riskanten, wie jungen aufstrebenden Unternehmen oder hochspezialisierte Unternehmen bestimmter Unternehmensfelder, zum Beispiel Biotechnologie-, Robotik-, oder Solarunternehmen.

 

Anleihenfonds

Hierbei wird Ihr Vermögen in Anleihen, also in eine Art von Schulden diverser Emittenten (Schuldner) investiert. Das kann z.B. ein Unternehmen, aber auch ein Staat oder eine Organisation sein. Diese zahlen in der Regel eine Verzinsung für das Kapital und verpflichten sich, dieses nach einer festgelegten Zeit zurück zu bezahlen. Sie gelten im Allgemeinen als Anlageform mit höherer Sicherheit als etwa Aktienfonds, jedoch kommt es hierbei stark darauf an, in welche Schuldner investiert wird. So kann ein Fonds beispielsweise in als sicher geltende deutsche und österreichische Staatsanleihen investieren oder auch in Unternehmensanleihen oder Anleihen aus Entwicklungsländern, die zusätzlich ein hohes Währungsrisiko haben.

 

Mischfonds

Ein Mischfonds investiert in den meisten Fällen in mehrere Wertpapierarten wie Aktien, Anleihen aber oftmals auch in Immobilien oder Rohstoffe. Das Fondsmanagement entscheidet hierbei, in welche Anteilsklasse in Zukunft mehr oder weniger investiert wird und geht so gezielt ein höheres oder geringeres Risiko ein, um einen Mehrertrag zu erwirtschaften. Mischfonds treten in allen Risikofacetten auf und können ihr Risiko teilweise aufgrund von Umschichtungen bzw. Neuausrichtungen des vom Fondsmanagement gewählten Investmentansatzes verändern (z.B. von eher sicheren Staatsanleihen hin zu riskanten Aktien von Pharmaunternehmen).

 

Geldmarktfonds

Geldmarktfonds investieren in sehr kurz laufende Schuldverschreibungen, weswegen sie tendenziell als sehr sicher gelten und wenig Kursschwankungen aufweisen. Die Rendite ist jedoch auch entsprechend gering oder kann im aktuellen Zinsumfeld sogar negativ sein. Sie eigene sich daher am ehesten um kurzfristig Geld zu parken. Völlig befreit von jeglichem Risiko sind jedoch auch diese Fonds nicht und in Wirtschaftskrisen kann es auch zu Liquiditätsengpässen kommen.

 

Rohstofffonds

Bei den meisten Rohstofffonds handelt es sich um Fonds, welche ihr Kapital nicht direkt in physische Rohstoffe investieren, sondern indirekt über Finanzprodukte. Grund ist hierfür, dass Rohstoffe gelagert werden müssen und der Transport sehr aufwändig ist. Rohstofffonds sind in der Regel riskanter als andere Fondsarten, da sie stark auf Wirtschaftskrisen, Überproduktion von Gütern, Naturkatastrophen und ähnliches reagieren. Sie eignen sich daher für Anleger die risikofreudiger sind und gezielt Risiken eingehen wollen, um eine höhere Rendite zu erwirtschaften.

 

Wesentliche Anlegerinformationen (WAI/KIID)

Nähere Details zu Ihren gewählten Fonds, finden Sie in den "Wesentlichen Anlegerinformationen" bzw. im "KIID". Dabei handelt es sich um ein von der EU standardisiertes Dokument, im dem alle wesentlichen Risiken und Kosten angeführt sind und Details über den Stil der Veranlagung erhalten sind. Dieses Dokument gibt es zu jedem in Österreich zugelassenen Fonds. Finden können Sie es auf der Homepage des jeweiligen Fondsanbieters. Alternativ können Sie diese Dokumente Ihrer gewählten Fonds auch von Ihrem Versicherungsmakler bzw. Agenten erhalten. 

 

ETFs

Eine Sonderform sind sogenannte Excange Trades Funds (kurz ETFs). Hierbei handelt es sich rechtlich gesehen im Normalfall um reguläre Fonds, jedoch haben die meisten einen "passiven" Investmentansatz, sprich sie bilden meist einen "Index" bzw. einen Korb von Wertpapieren ab, um Kosten zu reduzieren. ETFs gibt es somit als Aktien-ETFs, Anleihen-ETFs oder jeder anderen Fondsart. Aufgrund dessen können sich ETFs sowohl für sicherheitsorientierte Anleger als auch für spekulative Investoren eignen.

 

Den genauen Unterschied zwischen aktiv gemanagten Fonds und den ETFs erfahren Sie in unserer nächsten Rubrik:

Vorgehensweise


Fazit

Die Auswahl der richtigen Fonds ist ein sehr komplexes Thema, das durch die Vielzahl der zu berücksichtigenden Faktoren an die Grenzen des menschlich Machbaren stößt. Ohne finanzwirtschaftlichen und mathematischen Ansätzen werden unnötige Risiken eingegangen, falsche Fonds ausgewählt oder das Rendite-Risiko-Verhältnis nicht optimiert.

Was man machen..

Die Risikofaktoren der Fonds für eine korrekte Auswahl im Detail beachten und sich nicht nur auf eine Kennzahl wie den SRRI stützen. Darauf achten, dass die Fonds und die entsprechende Zusammenstellung dem notwendigen Risiko entsprechen und laufend kontrolliert und angepasst werden.

...nicht machen sollte

Fonds wählen, die Risikobausteine enthalten, die nicht geeignet sind um das gewünschte Risiko abzubilden. Außerdem sollten Fonds nicht (willkürlich oder nach alten Glaubenssätzen) zusammengestellt und so Risiken aufsummiert werden. Außerdem sollte man Fonds nicht sich selbst überlassen sondern sie regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls die Zusammenstellung anpassen oder wechseln.